Internationales Turnier in Jerewan
Am 25. und 26. April fand in der armenischen Hauptstadt Jerewan der IFK Weltcup im Kyokushin Karate statt. Das Turnier war ein sportliches Highlight, das international große Aufmerksamkeit auf sich zog und auch in den TV-Medien stark präsent war. Mit dabei waren vier Athletinnen des AS SAXONIA, die gleichzeitig die IFK Deutschland vertraten.



Anreise unter schwierigen Bedingungen
Bereits die Anreise stellte das Team vor erste Herausforderungen. Die Flugverbindungen nach Armenien erwiesen sich entweder als kostenintensiv oder sehr zeitaufwendig. Letztendlich reiste das Team von Naunhof über Hamburg direkt nach Jerewan. Nach der Landung ging es am Freitag unmittelbar zum Check-in der Kämpfer, den die Organisatoren für unser Team dankenswerterweise zeitlich verlängerten.
Änderungen im Wettkampfablauf
Nach über 13 Stunden Reisezeit war an diesem Tag nicht mehr viel möglich. Die Athletinnen gingen früh schlafen, da der Wettkampfbeginn kurzfristig vorverlegt wurde.
Doch das war nicht die einzige Änderung. Die ursprünglich auf zwei Tage geplanten Wettkämpfe legten die Veranstalter kurzfristig auf einen Tag zusammen. Der Turnierstart erfolgte am Samstag um 8:00 Uhr, das Ende zog sich bis in die Nacht zum Sonntag um 1:00 Uhr. Diese Belastung war insbesondere für die jungen Athletinnen enorm.
Starke Gegnerinnen und neue Erfahrungen
Die Kämpfe fanden parallel auf drei Kampfflächen statt. Eine besondere Erfahrung für das Team war die erstmalige Begegnung mit russischen Kämpferinnen. Schnell wurde deutlich, dass diese Athletinnen stark sind. Gleichzeitig zeigte sich jedoch, dass unsere Sportlerinnen absolut mithalten konnten und sich der vielfach beschriebene Hype relativierte.
Mara Selbmann kämpft sich ins Viertelfinale
Die jüngste Teilnehmerin im Team, Mara Selbmann (11), zeigte eine beeindruckende Leistung und kämpfte sich souverän bis ins Viertelfinale. Dort musste sie jedoch nicht nur gegen ihre Gegnerin antreten, sondern auch mit fragwürdigen Kampfrichterentscheidungen umgehen.
Ein klarer Kopftreffer blieb unbewertet, ebenso wie mehrere verbotene Aktionen ihrer Gegnerin. Dazu gehörten ein Schulterstoß ins Gesicht sowie ein weiterer unerlaubter Schlag. Am Ende ging der Sieg an die Gegnerin. Diese Erfahrung war bitter, schmälert jedoch ihre starke Leistung nicht.
Drei Bronzemedaillen für AS Saxonia
Jolina Schramm, Joelle Schramm und Juliett Michel erreichten jeweils das Halbfinale. Mit ihrer physischen Stärke dominierten sie große Teile ihrer Kämpfe, mussten sich jedoch letztlich geschlagen geben.
Ausschlaggebend waren kleinere, vermeidbare Defizite, an denen das Team seit dem Trainerwechsel vor vier Wochen bereits intensiv arbeitet.
Mit insgesamt drei Bronzemedaillen blickt das Team dennoch zufrieden auf das Turnier zurück, auch wenn das Potenzial für noch bessere Platzierungen klar erkennbar war.



Regeneration und Rückreise
Durch die Zusammenlegung der Wettkämpfe nutzten die Athletinnen den Sonntag zur Regeneration und für ein wenig Sightseeing in Jerewan, bevor sie am Montag die Rückreise antraten.
Fazit
Der Weltcup war für den AS SAXONIA ein intensives, lehrreiches und erfolgreiches Turnier. Das Team sammelte wertvolle Erfahrungen, zeigte starke Leistungen und hat eine klare Perspektive für die kommenden Wettkämpfe.

Fotos: Steffen Selbmann