Diesmal lud der AktivSport SAXONIA e.V. zu einer besonderen Wanderung ein.
Wir wollten Vögel beobachten, bestimmen und ihrem Gesang lauschen. Da das nun mal nicht so einfach ist, hatten wir Hilfe von Sven Möhring von der unteren Naturschutzbehörde LKL. Verabredet waren wir an diesem Morgen schon sehr früh am Wasserwerk II. Die Sonne strahlte auf einen kalten Morgen. Mit kleiner zeitlicher Verzögerung konnten wir dann bibbernd den ersten Gesängen lauschen.

Es ist unglaublich, welche Vielfalt und Anzahl an kleinen und großen Vögeln man beobachten und denen man lauschen kann, wenn man ruhig und leise im Wald verharrt. Meise, Buchfink, Star, Amsel waren die Ersten. Nun wurde es laut. Schwarzspechte markierten ihr Revier oder vertrieben auch Rivalen.
Wir liefen zwar immer kleine Abschnitte, blieben aber öfter stehen, um zu lauschen und die, zum Teil unscheinbaren kleinen Vögel, zu entdecken. Der Zilpzalp machte seinem Namen alle Ehre, den Zaunkönig hörten wir nur, konnten ihn aber nicht entdecken.

Thema waren verschiedene Taubenarten, Spechte, auch Vogeleier und Herr Möhring sah und hörte noch viel mehr und konnte uns auf all dies aufmerksam machen. Wir sahen, staunten und suchten im Wald.
Am Waldesrand, nun wurde es auch wärmer in der Sonne, wandten wir uns den Hecken zu, da dort wieder ganz andere Vogelarten zu finden waren. Hier gaben Mönchsgrasmücke und Nachtigall ein Konzert oder waren in einem Wettkampf, der schönsten Gesänge und wir sollten entscheiden -konnten wir aber nicht, beide trällerten grandios.
Ein junger Sperber flog lautlos vorbei und ins Dickicht hinein. Glück für den, der gerade hinsah. Goldammer, Dorngrasmücke aber auch Rabenkrähe und Saatkrähen -Herr Möhring kannte sie alle und konnte uns auf Besonderheiten hinweisen.
Viel erfuhren wir von ihm auch über Rebhuhn, Fasan und diverse Greifvögel, z.B. wo und wie diese auch auf Strommasten ihre Nester bauten und wer ihnen die Nester wieder abluchste. Die Geldbörsen wurden geschüttelt aus Aberglauben heraus, als wir den Kuckuck hörten. Dieser kommt jetzt 14 Tage eher aus seinem Winterquartier und hat ein Problem, da die „Gasteltern“ für seine Eier noch nicht brüteten.
Auch abseits des Themas Vögel konnte uns Herr Möhring viel über Naturschutz, Umweltschutz – und Sünden, als auch über Folgen der Kleinpelztierhaltung für die Vögel berichten.

Ein sehr gelungener und informativer Vormittag in einem herrlich grünen und von Wohlgefühl beherrschten Wald, der voll besetzt war mit unserer Zielgruppe, der wir lauschen und die wir bestimmen wollten. Ein dickes Dankeschön an Herrn Möhring und unsere Tony, die dieses Treffen arrangierte. Wir waren alle begeistert.
Eingesammelte Spenden wird Herr Möhring der Wildvogelauffangstation Gerichshain übergeben. Wer möchte, kann gern dort auch spenden!
Text und Bild: Katrin Heunisch