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Von der Antike in die Gegenwart – Ringkämpfe in Naunhof

AktivSport SAXONIA e.V. ist Ausrichter der Landesmeisterschaft der C, D- und E-Jugend im Ringen. Das spannende Sportevent findet am 27. April 2024 von 10 bis 17 Uhr in der Parthelandhalle Naunhof statt. Mit etwa 200 talentierten Sportlerinnen und Sportlern und rund 400 Zuschauern wird die Landesmeisterschaft zu einem sportlichen Highlight der Region.

Ringen ist eine der traditionsreichsten Sportarten der Welt und hat eine Historie, die weit über die Grenzen von Turnhallen und Wettkampfstätten hinausreicht. Um Ihnen diese traditionsreiche Sportart näher zu bringen und Ihr Interesse für die bevorstehenden Wettkämpfe zu wecken, möchten wir Ihnen einen kurzen Einblick in die Geschichte des Ringens geben.

Von den Anfängen bis zur Landesmeisterschaft:

Ringen ist eine der ältesten bekannten Sportarten der Menschheit und hat eine beeindruckende Geschichte, die sich über fast 4000 Jahre erstreckt. Schon in der Antike waren die Menschen von dieser anspruchsvollen Sportart begeistert. In Ägypten wurden Wandzeichnungen in den Fürstengräbern von Beni Hassan entdeckt, die Griffsituationen des Ringkampfs darstellen. Diese Funde belegen, dass das Ringen bereits in dieser frühen Zeit eine wichtige Rolle spielte.

Ringen in der chinesischen Kultur: Auch in China hat das Ringen eine lange Tradition. Schon um 3000 vor Christus wurde dort ein „Tag des Ringens“ veranstaltet, der die Begeisterung und den Stellenwert dieser Sportart in der chinesischen Kultur unterstreicht.

Antikes Griechenland bis zum Rittertum: Im antiken Griechenland nahm der Ringkampf einen bedeutenden Platz unter den Sportarten ein. Er war nicht nur ein wichtiger Bestandteil bei Wettkämpfen, sondern auch ein zentraler Aspekt in der Erziehung der Söhne der herrschenden Klasse. Schon bei den Olympischen Spielen im Jahr 708 vor Christus war das Ringen, damals als „Pale“ bekannt, eine zentrale Disziplin der Wettkämpfe. Darüber hinaus gehörte Ringen im Mittelalter zu den Fähigkeiten, die ein Ritter beherrschen musste.

Deutsche Ringkampfgeschichte: Der Ringkampfsport hat auch in Deutschland eine tief verwurzelte Tradition. Schon im Jahr 1893 fanden deutsche Meisterschaften statt. Bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit im Jahr 1896 gewann der Berliner Carl Schumann eine Goldmedaille und brachte damit eine Begeisterungswelle für den professionellen Ringsport in Deutschland ins Rollen. Nach der Gründung der DDR im Jahr 1949 fanden erstmals DDR-Meisterschaften im Ringen statt. In den Jahren danach, vor allem ab den 60er Jahren, setzten Spitzensportler aus der DDR neue internationale Maßstäbe.

Zeitlose Faszination: Viele Techniken des Ringens aus der Antike sind bis heute erhalten geblieben und finden noch immer Anwendung. Diese jahrtausendealte Sporttradition belegt die zeitlose Faszination des Ringkampfs, der Menschen auf der ganzen Welt begeistert hat und weiterhin begeistert.

Charakter gefragt: Ringen ist nicht nur eine physisch anspruchsvolle Sportart, sondern stellt auch hohe Anforderungen an den Charakter eines Athleten. Ein fester Wille und Widerstandsfähigkeit sind unerlässlich, um erfolgreich am Wettkampf teilzunehmen. Niederlagen zu akzeptieren und die Fähigkeit, sich nach einem verlorenen Kampf neu auszurichten sind wesentliche Eigenschaften, die ein Ringkämpfer oder eine Ringkämpferin unter anderem mitbringen muss.

Die Ringermannschaft vom AktivSport SAXONIA e.V.

Wir laden alle Interessierten herzlich ein, Teil der Landesmeisterschaft zu werden und unsere Sportlerinnen und Sportler mit ihrem Beifall zu unterstützen. Wir freuen uns auf einen spannenden Wettkampftag und hoffen auf viele Besucher, die den Ringkampfsport in unserer Region unterstützen.

Damit das Sportevent für alle zugänglich ist, ist der Eintritt frei

Text: Anja Wickertsheim – Quellen: Wikipedia, Homepage von RSV-Rotation-Greiz sowie KFC Leipzig

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